Ich bin mit dem Abitur fertig. Ein weiterer Lebensabschnitt liegt hinter mir, und damit lasse ich auch ein Stück Struktur, die mir Sicherheit gegeben hat, zurück.
Einen neuen Weg zu gehen macht mir Angst, besonders wenn ich nicht weiß, ob der Weg den ich gehe der Richtige ist.
Oft fühle ich mich hilflos und überfordert, denn es geht hierbei ja um mein Leben. Ich will kein Leben leben, dass du nicht für mich vorgesehen hast.
Ich brauche eine neue Routine, denn Schule kann meinen Alltag nicht mehr füllen, wenn ich sie hinter mir lassen muss.
Eine neue Routine finden zu müssen macht mir Angst. Ich will einen Alltag der mit dir gefüllt ist, Gott. Ich will es richtig machen.
Stille Zeit, Bibel lesen, Beten. Zeit draußen verbringen, unter Leuten, in der Natur, statt auf YouTube Shorts zu doomscrollen.
Das alles beschäftigt mich. Ich will was als Nächstes kommt gut machen. Ich will das machen was du für mich willst.
Aber ganz ehrlich, was bringt all das was ich machen kann, wenn ich es ohne Liebe tue? Was bringt es, wenn ich genau den Weg gehe der vor mir liegt, ich dabei aber Menschen und Gott lieben, links liegen lasse?
Was ist, wenn ich bei all dem was ich jetzt brauche und bei all dem was ich jetzt machen muss vergesse, wer das mit mir tut?
Ich habe vergessen, wer mit mir lauft. Ich habe vergessen wer für mich läuft, wenn ich keine Energie mehr habe, und wenn sich der Haufen an „Müssen“, „Wollen“ und „Sollen“ zu einer Düne aufgetürmt hat.
Gott, bitte nimm meine Hand und führe mich. Danke, dass du mich trotzdem liebst, auch wenn ich keine Liebe habe.


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