Ich will meinen Kosmos tragen

Ich will Dir eine Geschichte erzählen. Um ehrlich zu sein, habe ich das hier so lange nicht mehr gemacht und ich habe ein bisschen Angst hiervor.

Die Geschichte beginnt mit diesem Post, aber eigentlich schon viel früher.
Ich habe mich Taufen lassen, als aktive Entscheidung, mein Leben mit Jesus zu leben.

Damals habe ich das hier geschrieben:

Jedes Mal, wenn „Mein Verstand ist ein Sturm, meine Hoffnung zerrissen“ eine akkurate Beschreibung meines Zustands ist, erinnere ich mich daran, dass mein Gott größer ist als alles, was ich jemals dachte nicht zu können. Größer als alles, was ich niemals können werde. Er ist größer als schlaflose Nächte, Gedankenspiralen. Mein Gott ist stärker als jeder Schneesturm.

Ich muss mich nur auf ihn verlassen.

Ich bin diesen Weg gegangen, und seit dem ist viel passiert. Wirklich viel.

Momente auf die mit Freude zurück blicken kann und Momente auf die ich lieber nicht mehr zurückblicken will.

Eine weitere Sache die passiert ist, ist folgende: Ich habe vergessen.

Ich habe vergessen, was ich damals aufgeschrieben habe. Mein Leben hat sich mit ganz vielen Dingen gefüllt. Ich habe es damit gefüllt. Dinge wie Familie, Freunde, Reisen um Freunde zu besuchen und Dinge wie Schule. Und das ist nichts schlechtes. Das sind alles Dinge für ich dankbar sein kann, Dinge die Gott mir geschenkt hat, damit ich mich daran erfreuen kann, an denen ich wachsen kann. Keine Frage.

Um ganz ehrlich zu sein, haben all diese Dinge Freude in mir ausgelöst, ja, aber sie haben auch eine ganze Menge Stolz ausgelöst.

Meine kleine Welt füllt sich, und ich halte sie ganz locker mit einer Hand hoch.
Ich kann sie tragen, sie ist nicht zu schwer für mich.

Bis sie zu schwer für mich ist.

In solchen Momenten hoffe ich nur noch, dass du nicht bemerkst, wie schwach ich bin.

Ich bin Christ. Ich bin stark. Ich habe den Kosmos meines Lebens fest im Griff.

Hab ich nicht.

Ich trage dieses Label „Christ“ mit Stolz. Es ist zu schwer.
Ich zerbreche unter der Last der Erwartungen die Menschen an mich aufgrund dieses Labels haben, und der Realität, die viel zu oft viel zu konträr dazu steht.

Ich bin Christ. Ich habe vergessen, was Jesus für mich getan hat.
Ich habe Gottes Geschenk für mein Leben genommen und ich trage es mit Stolz. Dabei habe ich vergessen, dass Jesus eben dieses für mich tragen will.

Und es ist nur wegen Jesus, weswegen ich lebe,
Und es ist alles für Jesu‘ Ehre das ich lebe
Und das ist, warum es so ein Geschenk ist zu leben,
Und das ist was es heißt zu leben,
In deinen Handen
IS THIS WHAT IT MEANS TO BE ALIVE

Ich muss den Kosmos niederlegen, ich muss mein Kreuz auf mich nehmen.

2 Antworten

  1. Was für einen Tiefgang in Deinen Worten. Gott segnet Dich mit Familie, Schule …

    Danke für diesen Impuls!
    Gott mit Dir! ❤️

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