Von der Decke und vom Entdecken

Manchmal geht es mir richtig schlecht. Niemand hört mich. Mir fällt die Decke auf den Kopf.

In solchen Momenten ist es, als ab eine Decke über mir liegt.

Unter dieser Decke ist es dunkel, stickig, niemand hört mich.


So ähnlich ging es auch Maria.

Es dämmert, Maria läuft über einen Friedhof.

Sie kommt an Jesus‘ Grab – es ist leer.

Tränen füllen ihre Augen.
Erst haben sie Jesus umgebracht, und jetzt haben sie auch noch seinen Leichnam geklaut.
Die einzige Erinnerung die sie an ihn hatte – weg.

Plötzlich sah sie zwei Männer. Sie saßen am Fußende vom Grab – es waren Engel.

„Frau, warum weinst du?“, fragten die Männer sie.

Sie antwortete: „Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.“

Im nächsten Moment dreht sie sich um und geht aus dem Grab.

Dort sieht sie Jesus, doch Maria hält Jesus für den Friedhofsgärtner.

In Ihrer Verzweiflung ist sie blind, eine graue Decke liegt über ihr.

Sie weiß nicht wie das alles passiert ist, hat aber doch eine perfekt passende Erklärung für alles. Eine Verschwörungstheorie.

Als Jesus sie weinen sieht, dreht er sich zu ihr und fragt: „Frau, warum weinst du? Wen suchst du?“.

Sie antwortet: „Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir doch, wohin du ihn gebracht hast; dann will ich ihn wieder holen.“

Sie erkennt Jesus nicht, auf ihr liegt immer noch diese graue Decke.

Maria geht direkt weiter, um Jesus zu suchen, sie will wissen, wo sie ihn hingebracht haben.

Jesus rief sie: „Maria!“.
In dem Moment fiel der Schleier. Sie erkannte, wer da gerade vor ihr stand: Es war Jesus.


Ich habe die Stimme Gottes noch nie in meinem Leben gehört.

Oft passieren mir Dinge, wo ich nicht weiß, was sie ausgelöst hat.
Erst im Nachhinein merke ich: Das war Jesus.


Es ist nicht einfach, die Decke aus Theorien, die einem die Welt erklären und Handelsdrang fallen zu lassen.

Wenn wir es tun, sehen wir: Es was Jesus.

Ich möchte dich dieses Ostern dazu ermutigen, deine Decke fallen zu lassen, auch wenn es eine Kuscheldecke sein sollte.

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Benjamin
Hallo! Ich bin Benjamin. Ich mag Computer, die Natur und Bücher. In meiner Freizeit schreibe ich Andachten und Geschichten.
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