Fisch

Jona und die (Q)wahl

Jona bekommt einen Auftrag von Gott. Deshalb haut er ab.
„Zu ihm geschah das Wort des Herrn zur Zeit Josias, des Sohnes Amons, des
K├Ânigs von Juda, im dreizehnten Jahr seiner Herrschaft“
„Dies ist das Wort des Herrn, welches geschah zu Micha aus Moreschet zur Zeit
des Jotam, Ahas und Hiskia, der K├Ânige von Juda, das er geschaut hat ├╝ber
Samaria und Jerusalem.“
„Es geschah das Wort des Herrn zu Jona, dem Sohn Amittais. Mache dich auf
und geh in die gro├če Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist
vor mich gekommen.“
Jeremia 1,2Micha 1,1Jona 1,1

Das Wort von Gott kommt zum Propheten – diese ├╝berbringen es dann an das Volk – und dann gibt es noch Jona.

„H├Ârt des Herrn Wort, ihr vom Hause Jakob und alle Geschlechter vom Hause Israel!“„H├Âret, alle V├Âlker! Merk auf, Erde und alles, was darinnen ist! Gott der Herr
tritt gegen euch als Zeuge auf, ja, der Herr aus seinem heiligen Tempel.“
„Aber Jona machte sich auf und wollte vor dem Herrn nach Tarsis fliehen und
kam hinab nach Jafo.“
Jeremia 2,4Micha 1,2Jona 1,3

Jona flieht! ­čĆâ

Er geht auf ein Schiff, das nach Tarsis f├Ąhrt. – Das ist die genau entgegengesetzte Richtung zu Ninive.

Als Jona dachte, es gerade geschafft zu haben, schickte Gott einen Sturm.

Alle Matrosen beteten zu ihren G├Âttern, doch es half nichts.

Die Matrosen hatten alles an Ballast schon ins Wasser geschmissen – jetzt muss ein Mensch folgen.

Die Matrosen losen ­čÄ▓

Daraufhin losen die Matrosen, wer f├╝r das Unwetter verantwortlich ist – es trifft Jona.

Die Matrosen fragen Jona: „Sage uns, um wessentwillen es uns so ├╝bel geht? Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du, und von welchem Volk bist du?“

Jetzt passiert etwas Interessantes: Jona antwortet: „Ich bin Hebr├Ąer, und f├╝rchte den HERRN, den Gott des Himmels, der das Meer und das Trockene gemacht hat.“

Jona ist so dumm um vor dem Gott der das Meer und das Land gemacht zu fliehen, und steigt in ein Boot?!

Ist ja nicht so, dass der Herr der Himmel, Erde, Wasser und Land gemacht hat, keine Kontrolle ├╝bers Meer hat.

„Was hast du getan? Was sollen wir tun damit das Meer still wird?“ fragten sie ihn.

Er sagte: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird das Meer still werden und von euch ablassen.

Das ist ein weiterer Geniestreich.

Man kann sich dar├╝ber streiten, aber wenn man ins Wasser geworfen wird, ertrinkt man fr├╝her oder sp├Ąter – eine weitere M├Âglichkeit Ninive zu entkommen.

Die Matrosen versuchten noch ein bisschen gegen die Wellen anzurudern, schafften es aber nicht.

„Da riefen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach, HERR, lass uns nicht verderben um des Lebens dieses Mannes willen und rechne uns nicht unschuldiges Blut zu; denn du, HERR, tust, wie dir’s gef├Ąllt.“

Jona 1,14

Die Matrosen, die am Anfang der Geschichte noch G├Âtzen angebetet haben, beten hier zu dem Herrn.

Was bedeutet das f├╝r mich?

Was hat dieser Mann, der vor Gott wegrennt, mit mir zu tun?

Kapitel 2: Blub, Blub! ­čÉč

Jona wird also ├╝ber Bord geschmissen, der sichere Tod steht bevor.

Doch Gott schickt einen Fisch, der Jona verschluckt.

Jona bleibt 3 Tage und 3 N├Ąchte im Bauch des Fisches. ­čÉč

Im Magen des Fisches tut Jona Bu├če.

Eigentlich sagt er kein Mal, dass es ihm leidtut, aber er verspricht von jetzt an Gott zu gehorchen und er dankt Gott daf├╝r, dass er ihn nicht im Stich gelassen hat.

Der Wal spuckt Jona wieder ans Land und Gott beauftragt ihn noch einmal nach Ninive zu gehen, um dort zu predigen.

Das macht Jona dann auch.

Kapitel 3: Botschaft sabotiert? ­čôŁ

Frage: Was w├╝rdet ihr sagen, wenn ihr den Auftrag h├Ąttet, Gottes Wort in 4 Worten weiterzugeben?

Jona hat sich f├╝r folgende Wortwahl entschieden:

Noch 40 Tage, dann wird Ninive untergehen.

Im hebr├Ąischen sind das nur vier Worte.

Jetzt mal ernsthaft, da fehlt doch was!

Er erw├Ąhnt nicht, was die Menschen falsch gemacht haben, was sie ├Ąndern k├Ânnen – und viel wichtiger: von Gott ist nicht die Rede!

Hat er extra nur das Minimum an Informationen weitergegeben?

Wollte er die Botschaft sabotieren?

Was auch immer seine Intention war, der Plan geht schief.

Die ganze Stadt – sogar die K├╝he tun Bu├če.

Gott vergibt den Menschen in Ninive und der bringt keine Zerst├Ârung ├╝ber die Stadt.

Kapitel 4: Gott ist zu barmherzig ÔŁĄ´ŞĆ

Jona ist w├╝tend, er hat sein Ziel nicht erreicht.

Deswegen betet er nochmal:

Erst erz├Ąhlt er Gott warum er ├╝berhaupt weggelaufen ist. 

Nicht weil er Angst hatte, sondern weil er wusste, dass Gott so barmherzig ist. 

Ich wusste, dass du diesen schrecklichen Menschen in Ninive vergeben wirst. 

Ich will lieber sterben, als mit anzusehen, wie Gott seinen Feinden vergibt.

Gott fragt zurück: Jona, ist dein Ärger überhaupt berechtigt?

Jona ignoriert die Frage, verl├Ąsst die Stadt und geht auf einen H├╝gel in der N├Ąhe.

Gott schenkt Jona eine Rizinusstaude, um ihn vor der hei├čen Sonne zu sch├╝tzen.

Es scheint so, als sei alles gut.

├ťber Nacht kommt aber ein kleiner Wurm, der die Pflanze auffrisst und Jona verliert den Schatten.  

In der Hitze der Sonne bittet Jona Gott wieder darum, dass er ihn t├Âtet, doch Gott antwortet: 

Meinst du nicht, dass Menschen ein bisschen wertvoller sind als eine Rizinusstaude?

Und so endet das Buch damit, dass Gott Jona um Erlaubnis fragt, ob er seinen Feinden Barmherzigkeit schenken darf.

Kapitel 5: Wir? ­čĹÇ

Was antwortet Jona? 

Die Geschichte sagt es uns nicht. 

Aber darum geht es auch nicht.

Gottes Fragen richten sich eigentlich an dich, den Leser des Buches.

Darf ich dir Barmherzigkeit schenken?

Ist es okay f├╝r dich, dass Gott deine Feinde liebt? 

Das Buch h├Ąlt uns einen Spiegel vor. Es geht um uns.  

In Jona sehen wir unsere schlechtesten Charakterz├╝ge. 

Aber Gott setzt sich trotzdem mit dem Jona in uns allen auseinander. 

Seine Barmherzigkeit ist so unendlich gro├č!

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Benjamin
Hallo! Ich bin Benjamin. Ich mag Computer, die Natur und B├╝cher. In meiner Freizeit schreibe ich Andachten und Geschichten.
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